Warum ist der Altbau in der Sanderau der eigentliche Aufwand?
Mit der Stadtentfestigung ab Mitte des 19. Jahrhunderts entstand vor dem heutigen Ringpark zuerst die Sanderau – und mit ihr Wohnhäuser, die den 16. März 1945 überstanden haben und bis heute stehen. Gründerzeit heißt: hohe Decken, breite Flügeltüren, dafür ein Treppenhaus mit engem Auge und ohne Aufzug. Eine Etage kostet dort schlicht mehr Kraft als eine Etage im Neubau, weil die Geschosshöhe größer ist. Wir sehen uns das beim kostenlosen Vor-Ort-Termin an, zählen die Stufen und legen die Teamgröße danach fest. Der Etagenzuschlag von 12 % je Etage ohne Aufzug steht im Sofortpreis, bevor Sie zusagen – nicht erst in der Rechnung danach.
Praktisch heißt das vor allem: zerlegen statt schieben. Ein Kleiderschrank, der in einem 3,20 Meter hohen Zimmer aufgestellt wurde, geht selten am Stück ums Treppenpodest. Eckcouch, Boxspringbett und Esstisch teilen wir deshalb ohnehin auf, das steckt im Transportpreis; Schränke und Betten bauen wir auf Wunsch ab und am Zielort wieder auf. Wo gar nichts mehr passt, bleibt das Fenster – dann sprechen wir vorher über einen Möbellift und nicht erst, wenn der Schrank im Halbstock klemmt. Was am Ende zählt: Sie erfahren die Antwort bei der Besichtigung, nicht am Umzugsmorgen.
Wo stellen wir den Wagen in der Innenstadt ab?
In der wiederaufgebauten Altstadt und in der Sanderau gilt fast flächendeckend Bewohnerparken, dazu kommen Straßenbahnschienen, Lieferzonen und Fußgängerbereiche. Wer am Umzugsmorgen darauf hofft, dass vor der Haustür zufällig eine Lücke frei ist, trägt am Ende durch die halbe Straße. Deshalb beantragen wir die Halteverbotszone rund zwei Wochen vorher bei der Stadt Würzburg, stellen die Schilder rechtzeitig auf und holen sie nach dem Umzug wieder ab – pauschal 120 €. Steht am Tag selbst doch ein Auto darin, ist die Zone ordnungsgemäß eingerichtet und dokumentiert. Genau das ist die Voraussetzung dafür, dass das Fahrzeug überhaupt umgesetzt werden kann.
In den Fußgängerbereichen der Innenstadt hilft auch die beste Zone nur begrenzt, weil dort ohnehin nur zu bestimmten Zeiten zugefahren werden darf. Dann legen wir das Beladen in dieses Zeitfenster – meist früh am Morgen – und planen den Tag von hinten nach vorn. Für die Sanderau, Grombühl und die Zellerau reicht in der Regel eine normale Zone über zwei Fahrzeuglängen. Sagen Sie uns bei der Anfrage, ob Ihre Straße Einbahn ist und auf welcher Seite die Haustür liegt: Das entscheidet darüber, ob wir eine Zone brauchen oder zwei.
Wie lange braucht das Team von Weiden nach Würzburg?
Rund 190 Kilometer liegen zwischen unserer Basis in Weiden und Würzburg, quer durch Ober- und Unterfranken über A70 und A3 – mit einem beladenen Sprinter gut zwei Stunden, bei Berufsverkehr auch zweieinhalb. Für uns heißt das: Das Team startet vor Sonnenaufgang, damit in Würzburg vormittags getragen wird und nicht erst mittags. Für Sie heißt es nichts – die Fahrzeit steckt in der Kalkulation und erscheint nicht als Kilometerposten auf der Rechnung. Wir kommen mit eigenem Team und eigenen Fahrzeugen. Und wenn ein Würzburger Umzug einen zweiten Tag braucht, sagen wir das vorher und beziffern es, statt am Abend die Uhr weiterlaufen zu lassen.
Die Entfernung ändert allerdings, wie wir planen: Wir fahren nicht dreimal wegen Kleinigkeiten nach Unterfranken. Die kostenlose Besichtigung, die Lieferung der Umzugskartons zu 3,50 € pro Stück und das Aufstellen der Halteverbotszone legen wir so, dass jede Fahrt mehrere Punkte abdeckt. Deshalb bringt eine frühe Anfrage in Würzburg mehr als anderswo – je eher Ihr Termin steht, desto besser lässt er sich bündeln. Melden Sie sich, sobald das Übergabedatum feststeht; den Rest gehen wir Schritt für Schritt mit Ihnen durch.
Wohin mit dem, was nicht mit umzieht?
Die Stadt betreibt zwei Wertstoffhöfe: Gattingerstraße 29, geöffnet montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr, sowie Edith-Stein-Straße 7 am Heuchelhof, dort erst ab Mittwoch. Beide sind auf Haushaltsmengen ausgelegt – für den Inhalt einer kompletten Wohnung reicht das nicht. Größere Mengen liefern wir deshalb kostenpflichtig bei der Würzburger Recycling GmbH in der Gattingerstraße 24 an. Sie müssen dafür weder einen Anhänger mieten noch Öffnungszeiten im Kopf behalten: Wir laden auf demselben Weg mit, auf dem wir Ihre Möbel abholen. Den Entsorgungsnachweis fürs Übergabeprotokoll gibt es für 50 €.
Bleibt eine ganze Wohnung zurück – nach einem Todesfall, beim Wechsel ins betreute Wohnen oder wenn eine Erbengemeinschaft übergeben muss –, übernehmen wir die Räumung komplett: 25 € je Quadratmeter, mindestens 1.500 € brutto, Abtransport eingeschlossen. Keller, Dachboden und Garage gehören dazu, und im Würzburger Altbau ist das oft der aufwendigste Teil: Holzverschläge im Keller, Speicher unterm Satteldach, seit Jahrzehnten nicht geleert. Wir sortieren aus, was noch verwendbar ist, entsorgen den Rest dokumentiert und übergeben besenrein. Den Umfang halten wir vorher schriftlich fest, damit hinterher niemand nachverhandelt.
Was macht der Semestertakt mit Ihrem Umzugstermin?
Würzburg hat rund 126.900 Einwohner und eine Universität, die den Wohnungsmarkt taktet. Vor dem Wintersemester im Oktober und vor dem Sommersemester im April wird gleichzeitig gekündigt, gesucht und übergeben – Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen zwischen 60 und 90 m² sind dann am schnellsten weg, bei einem Mietniveau um 11,88 € je Quadratmeter (Stand 03/2026). Für Sie heißt das kurze Fristen: Der Vormieter zieht am Monatsende aus, Sie am selben Wochenende ein. Melden Sie sich, sobald das Datum steht. Der Sofortpreis kommt schriftlich per E-Mail, der Termin ist damit reserviert und wird bei uns nicht doppelt vergeben.
Der Takt trifft nicht nur Studierende. Wer im Frauenland oder in Grombühl eine Altbauwohnung sucht, konkurriert im September mit denselben Bewerbern; wer aus einer solchen Wohnung nach vierzig Jahren auszieht, bekommt oft genau in diesen Wochen den Übergabetermin genannt. Beides planen wir gleich ernsthaft. Wenn sich Ihre Übergabe verschiebt – das passiert bei kurzen Ketten regelmäßig –, verschieben wir mit, ohne den Preis anzutasten. Und wenn zwischen Auszug und Einzug ein paar Tage klaffen, klären wir vorher, was so lange im Wagen bleiben kann und was nicht.
Was ist an den Hanglagen unterhalb der Festung Marienberg anders?
Über der Zellerau steigt der Hang zur Festung Marienberg auf, auch Richtung Steinbachtal und Nikolausberg geht es spürbar bergauf. Wohnhäuser stehen dort oft am Hang statt an der Straße: Der Weg zur Haustür führt über eine Außentreppe, die Einfahrt ist kurz und steil, und ein Sprinter mit Anhänger wendet dort nicht. Wir schauen uns die Zufahrt vor dem Umzugstag an und entscheiden dann, ob wir das Gespann unten abstellen und umsetzen, mit zwei kleineren Fahrzeugen kommen oder oben beladen und unten entladen. Diese Entscheidung fällt bei der Besichtigung – nicht morgens um sieben bei laufendem Motor.
Zwei Dinge sind an Hanglagen anders kalkuliert als in der Ebene. Erstens der Tragweg: Zwanzig Meter Gartentreppe wiegen im Zeitplan mehr als zwanzig Meter Gehweg, und das sagen wir Ihnen vorher, statt es als Überraschung in die Rechnung zu schreiben. Zweitens das Wetter: Zwischen November und März ist eine steile Zufahrt am frühen Morgen manchmal schlicht nicht befahrbar. Dann beginnen wir später oder laden am Fuß der Auffahrt um. Wir übernehmen das – Sie müssen weder Streugut besorgen noch am Vorabend das Auto der Nachbarn wegtelefonieren.