Warum ist die Nürnberger Altstadt schwieriger, als sie aussieht?
Im Januar 1945 wurde die Altstadt innerhalb der Stadtmauer fast vollständig zerstört und in den Jahrzehnten danach wieder aufgebaut – meist in der alten Kubatur, mit Satteldächern und Sandstein, aber mit Grundrissen und Treppenhäusern der Nachkriegszeit. Genau das führt beim Umzug regelmäßig zu Überraschungen: Was von der Straße aus historisch gewachsen wirkt, hat innen einen schmalen Aufgang, enge Podeste, eine knapp bemessene Wendung im ersten Stock und fast nie einen Aufzug. Die wenigen Gassen, die den Krieg überstanden haben – die Weißgerbergasse etwa –, sind noch enger, weil dort tatsächlich mittelalterliche Bausubstanz steht.
Für uns heißt das: Nicht die Quadratmeterzahl entscheidet über den Umzugstag, sondern die drei, vier kritischen Stellen zwischen Wohnungstür und Ladefläche. Beim kostenlosen Vor-Ort-Termin messen wir sie nach – Türbreite, Wendung im Treppenhaus, Weg vom Halteplatz zum Hauseingang – und legen fest, was zerlegt wird und was am Stück geht. Erst danach wird aus dem Sofortpreis der bestätigte Festpreis. Sie müssen das nicht selbst einschätzen: Wir sagen Ihnen vorher, ob der Kleiderschrank durchs Treppenhaus passt oder ob er im Zimmer auseinandergeht.
Wo dürfen wir in Nürnberg überhaupt halten?
In einer Stadt mit über einer halben Million Einwohnern ist der Straßenrand tagsüber belegt – in Gostenhof, in der Südstadt und rund um die Altstadt praktisch durchgehend. Wer ohne Vorbereitung anrückt, steht am Ende zwei Querstraßen weiter, und aus zehn Metern Tragestrecke werden hundert. Innerhalb der Fußgängerzone rund um Hauptmarkt, Breite Gasse und Karolinenstraße kommt hinzu, dass Lieferverkehr nur in bestimmten Zeitfenstern zugelassen ist. Das lässt sich nicht am Umzugstag klären, sondern nur vorher.
Deshalb übernehmen wir die Halteverbotszone komplett: Antrag rund zwei Wochen vor dem Termin bei der Stadt Nürnberg, Schilder rechtzeitig aufstellen, nach dem Umzug wieder abbauen. Pauschal 120 €, unabhängig davon, wie lange der Wagen steht. Ein Sonderfall ist der Dezember: Vom Freitag vor dem ersten Advent bis Heiligabend steht auf dem Hauptmarkt der Christkindlesmarkt, und die Zufahrten drumherum sind entsprechend dicht. Umzüge in der Altstadt gehen in dieser Zeit trotzdem – nur planen wir dann von vornherein einen anderen Halteplatz, mehr Tragestrecke und mehr Leute ein, statt am Morgen zu improvisieren.
Was bedeutet es, dass wir aus Weiden kommen und nicht aus Nürnberg?
Wir sagen es offen: Unser Sitz ist Weiden in der Oberpfalz, rund 100 Kilometer entfernt, gut eine Stunde über die A6. Wir tun nicht so, als säßen wir um die Ecke. Wir fahren Nürnberg aber regelmäßig an, und die Anfahrt rechnen wir nicht als Kilometerposten ab – sie steckt im Festpreis. Was wir dafür ändern, ist der Ablauf: Wir starten früh, damit das Team am Vormittag bei Ihnen arbeitet und nicht erst nachmittags anfängt, und wir legen pro Tag weniger Aufträge in die Stadt, als ein ortsansässiger Betrieb es könnte.
Der zweite Unterschied ist die Größe. Ruck Zuck Umzug ist ein kleiner Betrieb mit eigenem Team und eigenen Fahrzeugen, keine Vermittlungsplattform, die den Auftrag weiterreicht. Sie sprechen vom ersten Anruf bis zur Schlüsselübergabe mit derselben Person, und am Umzugstag stehen die Leute vor der Tür, die die Wohnung vorher gesehen haben. Der Preis läuft immer denselben Weg: Sofortpreis schriftlich per E-Mail, danach der kostenlose Vor-Ort-Termin, dann der bestätigte Festpreis. Stimmen Angabe und Wirklichkeit nicht überein, korrigieren wir nach beiden Seiten – haben Sie zu viel angegeben, sinkt der Preis.
Wohin mit dem, was in Nürnberg nicht mitzieht?
Am Ende jedes Umzugs steht ein Haufen, der nicht mitfährt: das Kellerregal, die durchgesessene Couch, halbvolle Farbeimer, der Fernsehschrank, für den in der neuen Wohnung keine Wand mehr da ist. In Nürnberg läuft die Entsorgung über die städtische Abfallwirtschaft – Sperrmüll wird nicht einfach an den Straßenrand gestellt, und die Wertstoffhöfe nehmen von Privathaushalten nur haushaltsübliche Mengen entgegen, zu ihren Öffnungszeiten und mit eigenem Transport. Beides passt selten in genau die Woche, in der Sie den Schlüssel abgeben müssen.
Wir nehmen Ausrangiertes deshalb im selben Zug mit: Verwertbares wird aussortiert, der Rest dokumentiert entsorgt. Den Entsorgungsnachweis für Vermieter oder Hausverwaltung stellen wir für 50 € aus. Bleibt eine ganze Wohnung zurück – nach einem Todesfall, beim Wechsel ins betreute Wohnen oder wenn ein Haushalt nach vierzig Jahren in derselben Gostenhofer Wohnung aufgelöst wird –, übernehmen wir die Räumung komplett: 25 € pro Quadratmeter, mindestens 1.500 € brutto, Abtransport inklusive. Wir gehen so eine Wohnung mit Ruhe durch und legen zur Seite, was aufgehoben werden soll, bevor irgendetwas den Wagen sieht.
Wie eng ist der Wohnungsmarkt – und was heißt das für Ihren Umzugstag?
Nürnberg ist die zweitgrößte Stadt Bayerns, und in gefragten Lagen wie St. Johannis, Gostenhof oder rund um die Pegnitz wechseln Wohnungen ohne Leerlauf: Der Vormieter gibt vormittags ab, der Nachmieter zieht nachmittags ein. Einen Tag Puffer, wie ihn Umzugsratgeber empfehlen, hat in der Praxis kaum jemand. Dazu kommt, dass die Übergabe protokolliert wird und Vermieter beim Zustand der Wohnung genau hinsehen – ein Termin, der sich verschiebt, zieht sofort eine Kette hinter sich her.
Wir planen deshalb vom Übergabedatum aus, nicht von unserem Kalender: Der Termin wird nicht doppelt vergeben, und verschiebt sich Ihre Übergabe, verschieben wir mit, ohne den Preis anzutasten. Wenn es zeitlich eng wird, packen wir vor – Kartons kosten 3,50 € pro Stück, beschriftet nach Zimmer, damit im vierten Stock ohne Aufzug keine Kiste zweimal die Treppe hoch muss. Und der Preis steht vorher: Eine 3-Zimmer-Wohnung mit rund 75 m² liegt im Standard-Paket bei 1.690 €; kommen dritter Stock ohne Aufzug und die Halteverbotszone dazu, sind es rund 2.400 € brutto.
Warum ziehen so viele zwischen Oberpfalz und Nürnberg um?
Nürnberg ist für die nördliche Oberpfalz das nächste große Ziel: Ausbildung, Studium, der erste feste Job, eine größere Wohnung, mehr Auswahl. Wer in Weiden, Amberg oder Sulzbach-Rosenberg aufgewachsen ist, landet oft irgendwann für ein paar Jahre in Gostenhof oder der Südstadt. Und ebenso oft geht es später wieder zurück – näher zur Familie, in eine Wohnung ohne Treppen, ins Elternhaus, das frei geworden ist. Diese Achse über die A6 fahren wir ohnehin, in beide Richtungen.
Praktisch heißt das: Ein Umzug von Nürnberg in die Oberpfalz oder umgekehrt läuft bei uns in einer Tour – einmal beladen, einmal ausladen, ein Festpreis für beide Enden. Keine Zwischenlagerung, kein doppeltes Umpacken, kein Kilometerzuschlag für die Rückfahrt. Bei einem Wechsel ins betreute Wohnen oder zurück zur Familie kommt meist noch dazu, dass die alte Wohnung leer und besenrein übergeben werden muss; auch das übernehmen wir im selben Termin. Sie müssen das nicht alleine machen – wir gehen die Reihenfolge vorher mit Ihnen durch, Zimmer für Zimmer.